Essen, Gastbeitrag
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Kuchentratsch: Köstliche Kuchen aus Omas Backstube

Kuchentratsch: Köstliche Kuchen aus Omas Backstube

Omas Kuchen sind die Besten. Findet Ihr nicht auch? Omas backen nicht nur mit Zutaten, sondern mit Liebe. Deshalb kann man das ganz liebenswerte Projekt Kuchentratsch gar nicht hoch genug loben und hervorheben. Die liebe Kollegin Petra Adamik stellt uns Kuchentratsch vor und hat auch den Pop-up-Store in München-Schwabing besucht.

von Petra Adamik

Einige Leser von Gut Essen in München mögen es schon kennen: das tolle Projekt Kuchentratsch. Hinter der Idee stecken zwei engagierte junge Frauen, die mit ihrem Startup Kuchentratsch aktiv etwas gegen die Vereinsamung im Alter und die Altersarmut tun wollten.

Inzwischen ist Kuchentratsch zu einer Erfolgsgeschichte geworden. Nicht nur die Zahl der privaten Kunden steigt täglich, mittlerweile werden auch zahlreiche Restaurants und Cafés in München mit den Produkten aus der Seniorenbackstube beliefert. Und das gemeinsame Backen von Kuchen, das Austauschen von Rezepten, Geschichten und Erfahrungen sowie das Übernehmen von Verantwortung schafft bei den Senioren das Gefühl des Gebrauchtwerdens. Und ganz nebenbei haben die älteren Herrschaften viel Spaß an ihrer Aufgabe und bessern sich gleichzeitig ihre Rente etwas auf.

Kuchen aus besten regionalen Rohstoffen

Die Rohstoffe kommen von regionalen Lieferanten, denn das Team von Kuchentratsch legt Wert auf Nachhaltigkeit und kurze Lieferwege. So kommt das Mehl von der Meyermühle, Deutschlands Bio-Mühle Nr. 1. Auf der Basis eines ganzheitlichen Ansatzes, der die gesamte Erzeugungs- und Verarbeitungskette – vom Acker bis zur Ladentheke – berücksichtigt, liefert die Meyermühle bestes Mehl und damit eine wichtige Grundlage für die leckeren Kuchentratsch-Produkte. Die Eier liefert Josef Bauer vom Seepointerhof, der seine Hühner nach biologischen und ökologischen Richtlinien hält.

So – das war ein wenig Hintergrund zu dem Projekt, das mich wirklich begeistert. Deshalb ist meine Freude nachvollziehbar, als ich erfuhr, dass Kuchentratsch saisonal nach Schwabing zieht. Natürlich nicht das gesamte Unternehmen – nein, die Zentrale bleibt in der Landsberger Str. 59 in München, wo man im Hinterhof einen Blick in die Backstube werfen, in einer gemütlichen Ecke die Kuchen verkosten und natürlich auch kaufen kann.

Pop-up-Store in der Hohenzollernstraße

In Schwabing hat Kuchentratsch für die Wintersaison die Räumlichkeiten des Eismachers Lorenzo (Gelateria Lorenzo Corno) in der Hohenzollernstr. 44 – wenige Schritte von der Kreuzung Friedrichstraße entfernt –  übernommen. Bis Ende Februar, wenn der Eismacher seinen Urlaub beendet, kann man in dem kleinen Laden die köstlichen Produkte von Kuchentratsch kaufen, aber auch bei einer Tasse Kaffee oder Tee vor Ort verköstigen.

Ich kann jedem die Köstlichkeiten nur empfehlen. Alles was ich bisher probiert habe war großartig, wobei der Apfel-Cranberry-Kuchen sowie der Mohn-Streusel und nicht zuletzt der versunkene Apfelkuchen bisher meine Favoriten sind. Aber das Angebot wechselt und es gibt in den nächsten Wochen sicher noch einiges zu entdecken. Schmeckt alles wie bei Muttern oder bei Oma und da im Laden auch gebacken wird, riecht’s auch ganz lecker. Wer aus diversen Gründen nicht selbst backen kann, ist hier gut bedient – der weihnachtliche Plätzchenteller ist also gesichert.

Aus Platzgründen kann in der Hohenzollernstraße nicht das gesamte Angebot vorrätig gehalten werden. Aber man kann über den Web-Shop www.kuchentratsch.com die angebotenen Kuchen, Plätzchen und Lebkuchen auch bestellen. Abholung in der Landberger- oder der Hohenzollernstraße ist möglich. Wer will, kann sich die Kuchen aber auch direkt nach Hause oder die Firma liefern lassen – Details zum Bring-Service gibt‘s ebenfalls auf der Webseite.

Und wer noch Geschenke braucht, wird hier ebenfalls fündig. Plätzchen, Lebkuchen und ganze Kuchen oder Minikuchen werden auf Wunsch nett verpackt. Eine feine Auswahl an Kaffees und Tees macht ein süßes Geschenk zu einer runden Sache. Und dann gibt es noch die tollen Backbücher mit den Rezepten der Senioren. Das neue Weihnachtsbuch kann ich allen nur ans Herz legen – es eignet sich auch prima als Geschenk.

Kuchentratsch – ein einmaliges Projekt

Ich hatte kürzlich Gelegenheit, mit einer der backenden Omis zu reden, die mir begeistert erzählte, wieviel Spaß ihr und den anderen Seniorinnen und Senioren die Arbeit macht. Ich finde, dieses großartige Projekt sollte man unterstützen.

Pro Kuchenstück zahlt man 3 Euro – ganze Kuchen sind in verschiedenen Größen und Preislagen zu haben. Große Kuchengenießer können auch ein Abo abschließen. Die verschiedensten Kuchen kommen dann im gebuchten Zeitraum automatisch nach Hause oder an den Arbeitsplatz.

Mitbacken können alle, die in die Rente eingetreten sind. Ehrenamtliche Unterstützung ist immer erwünscht. Mehr Infos dazu, findet Ihr hier.

Kuchentratsch Pop-up-Store (bis Ende Februar 2018)
Hohenzollernstr. 44
80801 München-Schwabing

Kuchentratsch (Zentrale)
Landsberger Str. 59 (Hinterhof)
80339 München
Tel. 089/45207114

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Kategorie: Essen, Gastbeitrag

von

Ich schreibe seit 1994 als freier IT-Redakteur. Berufsbedingt bin oft in diversen Lokalitäten unterwegs. Aber auch privat gehe ich gerne gut Essen. Auf meinem Blog Gut Essen in München stelle ich vor allem Restaurants vor, die es auch Wert sind. Ansonsten schreibe ich auf speicherguide.de über alles, was mit Storage zu tun hat.

2 Kommentare

  1. Christine sagt

    eine wunderbare Geschichte, die einem warm ums Herz macht. Wir werden Kuchentratsch bestimmt bald besuchen um uns von den Köstlichkeiten selbst zu überzeugen. Vielen Dank an Petra für den wunderschönen Bericht.

    • Petra Adamik sagt

      Es ist mir ein Vergnügen, über Kuchentratsch zu erzählen, weil ich das Projekt einfach so toll finde. Und die Seniorinnen, die ich bisher in der Schwabinger Backstube kennenlernen durfte, kommen aus dem Strahlen nicht mehr heraus. Die sind mit so viel Freude und Begeisterung bei der Sache – da muss man sich einfach mitfreuen. Und betritt man den kleinen Laden in der Hohenzollernstraße, ist es wie eine Zeitreise in die Kindheit. Es riecht wunderbar nach selbst gebackenem Kuchen und nach Kaffee – ganz wie seinerzeit, wenn Oma die Familie zum Kaffeenachmittag lud. Der Geschmack der Kuchen und Plätzchen ist einzigartig. Besonders toll finde ich zudem, dass es auch einige ältere Herren gibt, die bei Kuchentratsch mitbacken. Ein tolles Projekt, das man unbedingt unterstützen sollte.

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