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Trenz Soil & Soul – Riesling-Gin aus dem Rheingau

Trenz Soil & Soul – Riesling-Gin, fassgelagert und infusioniert, aus dem Rheingau

Aus dem Rheingau erreicht mich mit dem Trenz Soil & Soul ein aufwendig produzierter Riesling-Gin. Das Weingut Trenz setzt ihn mit handverlesenen Trauben an, lagert ihn noch in Fässern und infusioniert ihn sogar noch mit einer Riesling Spätlese. Dies ergibt einen würzig-aromatischen Gin mit Pfeffernote, der mit einem Indian Tonic schön rund und mild schmeckt.

Mit dem Soil & Soul stelle ich Euch am Tag 22 der #28DaysOfGin einen Riesling Gin aus dem Rheingau vor. Dieser kommt natürlich von einem Weingut, dem Weingut Trenz, dass seit 1670 in Johannisberg am Rhein beheimatet ist. Den Gin hat Weinmacher und Eigentümer Michael Trenz zusammen mit der kleinen Familienbrennerei Birkenhof aus dem Westerwald entwickelt.

Zusammensetzung und Botanicals des Soil & Soul

An Botanicals sind zuerst handverlesene Riesling-Trauben zu nennen, die dem Gin seinen Namen und Charakter geben. Neben rosa Pfefferbeeren kommen noch Grapefruits und Kumquats hinzu sowie natürlich Wacholder (Bio). Dieser stammt, wie ich bei der Rheingau Prinzessin lese, aus der Toskana.

Damit aber noch nicht genug: Nach der Destillation reift er für vier Monate in Barriquefässern, die zuvor über zwei Jahre für den Johannisberg Alte Reben Riesling genutzt wurden. Dadurch erhält der Gin auch seine Goldgelbe Farbe. Anschließend gönnt der Winzer dem Soil & Soul noch eine Infusion der Johannisberger Vogelsang Riesling Spätlese.

Video-Verkostung: Andrea probiert mit Karl den Soil & Soul

Nosing und Verkostung des Trenz Soil & Soul

Im Nosing nehme ich eine leichte Wacholdernote war, begleitet von etwas Pfeffer. Andrea meint im Video, der Wacholder käme eher nicht zum Tragen. So unterschiedlich können Wahrnehmungen ausfallen. 😉

Der Geschmack ist überraschend »Spicy«. Den Pfeffer spüren wir auf der Zunge und am Gaumen. Er ist schärfer als gedacht. Ich hatte mehr Weingeschmack vermutet, das ist aber nicht der Fall. Dafür erleben wir einen würzigen, aromatischen Gin, mit der erwähnten Pfeffernote und einem sehr zurückhaltenden Wacholderaroma.

Fazit des Trenz Soil & Soul

Der Rheingauer schmeckt würzig-aromatisch mit einer deutlichen Pfeffernote.

Der Rheingauer schmeckt würzig-aromatisch mit einer deutlichen Pfeffernote.

Ich mag den Soil & Soul, auch wenn ich ihn ganz anders erwartet hätte. Als Tonic haben wir den ihn mit Indian Tonics probiert, dem Fever-Tree und dem Thomas Henry. Schmeckt beides. Als Tonic ist der Riesling-Gin eine runde Sache und schön mild. Mit ein paar Pfefferkörner, Kumquats und/oder Grapefruitscheibe ergibt er einen wunderbaren Drink.

Wir hatten dann noch ungenannte Mitverkoster an der Theke. Die Fasslagerung polarisiert. Das hatten wir schon beim Raritas Juniper, der wurde von einigen auch kritisch beäugt. Angeblich lagert man einen Gin nicht im Fass, brauchts nicht und das Fass würde man immer schmecken. Ich bin da »schmerzfreier« bzw. ist mir egal, was die Brennereien mit dem Gin anstellen, Hauptsache er schmeckt mir. Gilt genauso für Rum, Whisky, Wodka und jegliche andere Spirituose.

Was meint Ihr Fasslagerung, ja oder nein? Hinterlasst mir gerne einen Kommentar.

Trenz Soil & Soul
44%
Preis: ca. 34 Euro
Hersteller: Weingut Trenz
Verkauf: Ludwig von Kapff

Disclaimer: Von Ludwig von Kapff wurde mir zur Verkostung eine Flasche Riesling Gin zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Auf den Test und meine Meinung hat dies natürlich keinen Einfluss.

Vielen Dank noch an Barabara von diephotographin, die mir dankenswerterweise den Kontakt für diesen Gin hergestellt hat.

3 Kommentare

  1. Hallo Kurt – freut mich, dass dir der Gin aus meiner Heimat genauso gut schmeckt wie mir. Solltest du noch einen weiteren probieren wollen, lege ich dir den Insel Gin von Schloss Reinhartshausen ans Herz – der schmeckt vor allem solo sensationell. Es grüßt sehr herzlich – die Rheingauprinzessin

  2. Dem Namen zu vermuten, hätte ich ohne deine Rezension wohl auch eher an Wein anstatt Gin gedacht! Wäre wahrscheinlich nicht mein Favorit, probieren würde ich ihn trotzdem gerne mal 🙂

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