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Burgen Gin – Hesse mit Pfeffer, Zitrus, Fenchel und Anisnote

Burgen Gin – Anislastiger Hesse mit Pfeffer und Zitrus im Test

Aus Hessen kommt der Burgen Gin, aus einer der ältesten Brennereien der Welt. Dort wird er im Auftrag und unter Vakuum destilliert – einem sehr schonenden Verfahren. Zu den Hauptmerkmalen gehören eine Pfeffernote mit Wacholder und Zitrus sowie Anisgeschmack – wobei dieser vom Fenchel kommt. Der Pfeffer verleiht ihm eine gesunde Schärfe. Für seine 45 Prozent, ist der Burgen Gin aber relativ mild.

Der Burgen Gin kommt eigenen Angaben zufolge aus der ältesten Brennerei der Welt. Die Schlitzer Korn- und Edelobstbrennerei aus Schlitz bei Fulda ist seit 1585 im Geschäft und fertigt den Gin im Auftrag für Burgen Drinks. Zu den Besonderheiten des Burgen Gin gehört, dass er unter Vakuum destilliert wird. Dies soll eine der schonendsten Formen der Destillation (bei 63°C) sein.

Eine Vakuum-Destille hat normalerweise ein geringes Fassungsvermögen, da durch den Unterdruck relativ hohe Kräfte auf die Brennblase einwirken. Daher lassen sich »nur« 150 Flaschen in rund neun Stunden destillieren. Das Resultat des Verfahrens ist ein intensives Destillat, da durch die niedrige Temperatur die Aromen der Botanicals wesentlich schonender und geschmacksintensiver in das Destillat übertragen werden können.

Zu den bekannten Botanicals gehören neben Orangen- und Zitronenschalen, Angelikawurzel, Fenchel, Kardamom und Koriander sowie natürlich Wacholder.

Nosing & Tasting des Burgen Gin

In der Nase habe ich eine angenehme Wacholdernote mit einer leichten Zitrusfrische. Zunehmend kommt auch ein wenig Fenchel mit durch, der für mich aber wie Anis schmeckt.

Pur ist es für mich genau andersherum: Jetzt kommt zuerst der Anisnote, gefolgt vom Wachholder mit einer leichten Zitrusnote sowie einer gesunden Pfefferschärfe auf der Zunge.

Auf Eis etwas milder, aber immer noch mit einer leichten Pfeffernote. Der Wacholder tritt komplett in den Hintergrund, der Anis bleibt spürbar. Hinten raus schwingt noch etwas würziges mit durch, ich würde sagen, dass es der Kümmel ist. Ein kleinwenig erinnert mich der Burgen Gin aber auch an einen Ouzo.

Wobei der Anis auch etwas abhängig von der Tagesform ist, je nachdem, was man gegessen hat. Ich hatte auch Momente, da war der Anis fast nicht vorhanden.

Fazit: Burgen Gin – mild und pfeffrig mit etwas Anis

Als Tonic empfiehlt es sich ein klassisches Indian Tonic, wie zum Beispiel das Fever-Tree Indian Tonic. Je nach Mischungsverhältnis schmeckt ein Burgen Gin Tonic schön würzig, der Wacholder tritt zusammen mit einer Zitrusnote wieder vor den Anis/Fenchel und zusammen mit einem Orangenschnitz gefällt er mir gut. Aus der Facebook-Gruppe Gin Diaries kam der Tipp, den GT mit einem Three Cent Ageon Tonic zuzubereiten. Das soll eine sehr gute Kombi sein. Das Tonic kenne ich, konnte es aber noch nicht mit dem Burgen Gin probieren. Aber, wenn der Marcos sagt, das taugt, gebe ich das gerne so weiter… 😉

Für mich war es auch eher Liebe auf den zweiten Schluck. Pur ist er nicht mein Favorit, als GT halte ich ihn für eine gute Wahl.

Für seine 45 Prozent ist der Burgen Gin relativ mild, obwohl der Pfeffer zum Teil recht dominant ist.

Burgen Gin
45%
Preis: 38-44 Euro
Hersteller: Burgen-Drinks Vertriebs GmbH
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Hinweis: Vom Spirituosen-Online-Händler Conalco wurde mir eine Burgen-Gin-Flasche zur Verkostung zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Auf den Test und meine Meinung hat dies natürlich keinen Einfluss.

Mehr Gin-Tests, bitte hier entlang oder zu den 28 Days of Gin.

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Ich schreibe seit 1994 als freier IT-Redakteur. Berufsbedingt bin oft in diversen Lokalitäten unterwegs. Aber auch privat gehe ich gerne gut Essen. Auf meinem Blog Gut Essen in München stelle ich vor allem Restaurants vor, die es auch Wert sind. Ansonsten schreibe ich auf speicherguide.de über alles, was mit Storage zu tun hat.

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