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Pasinger Pumpenwerk – etwas für jede Tageszeit – geschlossen

Pizza Diavolo: sehr gut, aber mit 14,50 Euro nicht günstig

Das Pasinger Pumpenwerk war eine coole und ausgefallene Location direkt neben dem Pasinger Bahnhof. Die Betreiber haben sich aus gesundheitlichen Gründen dazu entschieden zu schließen. Damit ist das erst 2014 eröffnete Lokal schon wieder Geschichte. Wie wir hören übernehmen die Ex-Tambosi-Wirte Andrea und Frank Waldecker im April 2017 die Nachfolge und eröffnen einen Ableger ihres Berliner Restaurants Das Meisterstück. Einen ersten Erfahrungsbericht findet Ihr hier.

Gut Essen in München im Pasinger Pumpenwerk[Erstveröffentlichung am 16. Januar 2016] Das Pasinger Pumpenwerk findet Ihr gleich neben den Pasing Arkaden bzw. dem Pasinger Bahnhof. Bereits von außen hebt sich der alte Ziegelbau von den ganzen eher modernen Gebäuden positiv ab. Die Inneneinrichtung ist ein bunter Mix aus allem Möglichen. Das Interieur reicht von nostalgischen und auf alt gemachte Plakate und Autoschildern, über plüschige Polster und Stühle bis hin zu modernen roten Polsterbänken. Während der rechte Teil des Gastraums eher urig mit Ziegelwänden, Büchern und Flaschenregalen besticht, geht es im Glasanbau mit seinen grünen Tischen eher modern zu. Neben weiteren Räumlichkeiten im ersten Stock lädt an sonnigen Tagen eine schöne Terrasse zum Verweilen ein. Es gibt sogar noch eine kleine Dachterrasse. Im Sommer ist das Pumpenwerk wirklich eine tolle Location.

Frühstück gibt’s ab 9 Uhr vom Backspielhaus und das Brot dazu von Seppl’s Zuckerbäckerei. Die Preise bewegen sich zwischen 7,50 und knapp 16 Euro. Auf der Mittagskarte findet sich unter anderem ein Mittagsmenü für 9,90 Euro, bestehend aus einer kleinen Suppe oder Salat, einer Pizza oder der Tagespasta sowie einem kleinen Dessert. Ganztägig werden Pizzen, frische Pasta-, Fleisch- und Fischgerichte aufgetischt. Eine Pizza Salami kostet 8,50 Euro, die Capricciosa mit Rosmarinschinken, Baby-Blattspinat, Gorgonzola und Artischocken 10,80 Euro. Wer nicht nur Essen möchte, auch die Cocktail-Karte bietet das ein oder andere Schmankerl.

Wir waren an einem frühen Montagabend dort und wurden zu zweit an einen Sechsertisch platziert. Da die Plätze zwischen uns und unseren Tischnachbarn frei blieben, hatten wir mehr Abstand als beispielsweise im Mediterraneo. Da hat man zwar ein eigenes Tischchen, die aber nur ein paar Fingerbreit auseinander stehen. Soweit ich sehen konnte sind fast alle Tische für sechs und mehr Personen ausgelegt, für Gruppen durchaus praktisch.

Essen im Pasinger Pumpenwerk: gut, aber mit Aufpreis

Gegessen haben wir einen Salat Chickeria mit Ceasar-Dressing und gebratenem Hähnchen in Chili-Kürbis-Panade (11,80 Euro). Meine Frau mochte den Salat. Ich habe einen Happen probiert und fand ihn nicht sonderlich spektakulär. Sehr gut war meine Pizza Diavolo mit pikanter Salami und Büffelmozzarella (14,50 Euro). Serviert wurde die Pizza, von der Abendkarte, stilecht auf einem Brett, zusammen mit einem Pizzaroller. War wirklich lecker, nicht zu dünn aber auch nicht zu dick mit einem knusprigen Rand, der wiederum aber auch nicht hart war. Auch die Größe passte. Trotz der hohen Qualität der Diavolo, ein Preis von 14,50 Euro ist dennoch ganz schön happig dafür.

Getrunken haben wir eine sehr leckere hausgemachte Limone-Himbeer-Limonade. Das 0,4er Glas kostet allerdings 4,90 Euro. Dafür wird die Limo mit frischen Früchten und wenig Zucker zubereitet. Eine normale 0,4er Saftschorle kostet dagegen nur 3,80 Euro. Für mich durfte es ein Tegernseer Hell für 3,50 Euro sein. Ein Alkoholfreies Unertl-Weißbier kostet 3,90 Euro.

Grundsätzlich haben uns im Pumpenwerk wohl gefühlt. Ich mag diesen Stilmix mit einem Einschlag ins rustikal-urige. In den einschlägigen Portalen (Yelp, Tripadvisor & Co) finden sich einige geradezu vernichtende Kommentare. Vor allem am Service und an langen Wartezeiten wird gemäkelt. Unser italienischer Kellner war nun in der Tat kein Charmebolzen und für meinen Geschmack hat er sich mehr mit seiner Registrierkasse beschäftigt als mit den Gästen. Trotzdem hat alles gepasst. Er war nicht unfreundlich und hat uns gut bedient. Auch ein Lächeln würde manchmal Wunder bewirken – was übrigens für beide Seiten gilt. Zusammenfassend würde ich sagen, eine coole Location, mit guten Speisen und guter Getränkeauswahl zu nicht ganz ortsüblichen Preisen. Mit etwas mehr Herzlichkeit am Gast, könnte es aber eine echte Empfehlung sein.

Das Pumpenwerk hat mittlerweile geschlossen. Einen Bericht zum Nachfolger-Lokal, Das Meisterstück, findet Ihr hier.

Pasinger Pumpenwerk
Kaflerstr. 16, 81241 München
Tel. +49 (0)89-30 90 51-37
Mo. – Sa. 09:00 – 01:00 Uhr
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Kategorie: Essen, featured2, Frühstücken, Italienisch, Mittagessen

von

Ich schreibe seit 1994 als freier IT-Redakteur. Berufsbedingt bin oft in diversen Lokalitäten unterwegs. Aber auch privat gehe ich gerne gut Essen. Auf meinem Blog Gut Essen in München stelle ich vor allem Restaurants vor, die es auch Wert sind. Ansonsten schreibe ich auf speicherguide.de über alles, was mit Storage zu tun hat.

2 Kommentare

  1. Gregor sagt

    Wir waren da ab und zu, weil günstig gelegen und eigentlich ganz schön, v.a. die Terasse. Der Service war nur allzu oft unter aller Kanone.
    Daher wundert es mich nicht, dass sich der Laden nicht halten konnte.

  2. John sagt

    Es war eine wirklich super schöne Lokation mit einem unfassbar grottigem Service und einem Chef, dem alles egal war. Gesundheitliche Gründe, ja genau…..

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