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Verkostung: The Duke Munich Dry Gin vs. Hendrick’s

Erfahrungsbericht: Hendrick's vs The Duke Munich Dry Gin
Der The Duke Munich Dry Gin wird im Herzens Schwabings destilliert und abgefüllt. Ein echtes Münchener Bioprodukt, wenn man so will. Klar, dass der probiert werden musste. Zusammen mit ein paar Kumpels habe ich den The Duke gegen den schottischen Hendrick’s Gin verkostet.

Vor ein paar Wochen habe ich bei der geschätzten Blogger-Kollegin Bianca vom The Duke | Munich Dry Gin gelesen – einem Münchner Gin. Das klang auf jeden Fall spannend. Anlässlich einer privaten Feier bei Freunden, habe ich nun ein Fläschchen besorgt. Das in Schwabing destillierte Tröpfchen wollten wir unbedingt probieren. Und damit wir einen Vergleich haben, musste sich der Duke mit einem Hendrick’s Gin messen. Zudem fand sich in Peters Bar noch eine angebrochene Flasche Gordons Dry Gin. Wie ich im Internet gelesen habe, war das der Favorit von Queen Mum, und die galt immerhin als große Gin-Liebhaberin.

The Duke gegen den Hendrick's und Gordons...

Im Test: The Duke | Munich Dry Gin vs. Hendrick’s Gin vs. Gordons Dry Gin

Beim Gordons wussten wir nicht, wie lange er schon geöffnet war. Mit 37,5 Prozent hatte der den geringsten Alkoholanteil und um es vorweg zu nehmen, mit den beiden anderen konnte er nicht mithalten. Sowohl in der Nase als auch im Gaumen entwickelt er nur ein schwaches Aroma. Bei Amazon kostet die 0,7-Liter-Flasche 16,90 Euro. Beim Kaufhof habe ich die Literflasche auch schon für knapp unter 15 Euro gesehen.

Der Hendrick’s (44,0%) aus Schottland macht optisch am meisten her. Jeder der am Ende fünf »Tester« hat sofort die dunkle Apothekerflasche in die Hand genommen. Nun sind wir alle keine großen Gin-Kenner, aber der Unterschied zum Gordons war für jeden sofort erriech- und schmeckbar. Der Hendrick’s bietet deutlich mehr Aroma und Geschmack. Zu den charakteristischen Bestandteilen sollen Rosen und Salatgurken gehören. Ich für meinen Teil, konnte diese nicht rausschmecken. Die 0,7-Literflasche hat bei Amazon 26,99 Euro gekostet. Ein guter Preis, weil zum Teil werden dafür auch über 30 Euro aufgerufen.

Im Glas noch aromatischer, entfaltet der The Duke Munich Dry ein regelrechtes Wachholder-Bouquet. Wow, da waren wir uns alle einig, pur hat der Münchener Gin den meisten »Bumms«. Mit 45 Prozent hat der Duke noch etwas mehr Alkoholanteil und schmeckt insgesamt auch etwas schärfer.

Nun trinken nur die wenigsten den Gin pur. Wir haben den Hendrick’s und den Duke zudem noch als Dry Martini und als Gin Tonic verkostet. Wir haben hier mit dem Messbecher gemixt, um möglichst jeweils die gleiche Rezeptur hinzubekommen. Wir hatten den Eindruck, dass der Duke am schärfsten schmeckte und auch der Wachholder am stärksten durchkam. In der Blindverkostung war es für uns allerdings eher ein Ratespiel.

The Duke Munich Dry Gin vs. Hendrick’s: Unterschied liegt im Detail

Zu sagen, dass einer der beiden Gins besser ist, als der andere, fällt uns schwer. Das generelle Fazit unseres kleinen Tests: Der Hendrick’s ist voller und runder im Geschmack. Daher verblieb die restliche Flasche in Peters Bar. Man muss sagen, da macht der Hendrick’s vom Design her einfach auch am meisten her. Wobei ich ganz froh bin, dass ich den restlichen Duke mitnehmen konnte. Mir ist es ganz recht, wenn mein Gin etwas würziger schmeckt.

Der Duke Munich Dry Gin ist übrigens ein Bio-Produkt. Darauf legen die Macher aus der Barer Straße großen Wert. Alle verwendeten Ingredienzien sind biologischen Ursprungs. Wir trinken also einen Bio-Gin, aus München. Für meinen Gin Tonic werde ich mir künftig nicht mehr nur einfach eine günstige Gin-Plöre kaufen. Ab sofort habe ich da einen anderen Anspruch.

Wobei ich bei den Recherchen zu dieser kleinen Geschichte auf ein Interview von stern.de gestoßen mit Uwe Christiansen bin. Seines Zeichens einer der bekanntesten deutschen Barkeeper aus Hamburg. Er meint, die Schmerzgrenze liegt bei einer 0,5-Liter-Flasche bei 20 Euro und 25 Euro seien für einen 0,7er Premium-Gin ein fairer Preis. Der The Duke kostet mit rund 28 Euro etwas mehr. Aber, na ja, für ein Münchener Bio-Produkt, dass quasi in »Handarbeit« hergestellt wird, geht das schon.

The Duke Destillerie
Barer Straße 53, 80799 München
Tel. 089/45 47 30 60

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