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Käfer Feinkost & Restaurant – wenn es etwas Besonderes sein darf

Käfer Schänke: Gut essen im Lehel

Wenn es etwas Besonderes und Exklusives sein darf, dann ist die Käfer Schänke eine der ersten Adressen Münchens. Im Feinkostladen und im Restaurant werden hochwertige Waren angeboten, nicht nur für Gourmets. Im Rahmen eines Blogger-Events durften wir einen Blick hinter die Kulissen werfen und natürlich einige Köstlichkeiten probieren.

Feinkost Käfer hat am 28. Juni zum Blogger-Event geladen: Über die Wendeltreppe in der Obst- und Gemüseabteilung ging es zuerst nach oben auf den Dachgarten. Hier zieht sich die Küchencrew Kräuter für den Eigenbedarf …Der Feinkost Käfer gehört unbestritten zu Münchens Gourmet-Institutionen. Seit über 80 Jahren und mit Michael Käfer in der dritten Generation, verwöhnt der Feinkostladen, wie auch das Restaurant seine Gäste mit Gaumenfreuden. Wer etwas Exklusives und vor allem Hochwertiges sucht, wird im Käfer definitiv fündig.

Ich persönlich durfte schon mehrfach im Käfer zu Gast sein. Eine der angenehmen Seiten meines Jobs als IT-Journalist, ein bis zwei Mal im Jahr richtet ein Unternehmen eine Presseveranstaltung im Käfer aus. Und so unter uns: Eine Einladung in den Käfer ist durchaus ein Anreiz … 😉

Daher kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Ja, im Käfer lässt sich vorzüglich speisen. Ich weiß nicht, wie viele Enten und Gänse ich zur Weihnachtszeit schon verputzt habe, genauso wie diverse Rinderfilets und auch zur Spargelzeit kann ich das Restaurant empfehlen. Wobei ich meinen Erstbesuch, irgendwann in den 90igern, enttäuschend fand. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, was mir genau nicht geschmeckt hat. Bei allen folgenden Besuchen war ich aber immer zufrieden.

Die Käfer Schänke liegt noch in (Alt-)Bogenhausen. Wobei die Prinzregentenstraße die Altstadt mit den Stadtteilen Bogenhausen, Haidhausen und Lehel verbindet. Parkplätze sind hier eher eine Seltenheit. Autofahrer sollten etwas Geduld mitbringen.

Premium-Preise aber nicht zu teuer

Der Käfer gilt natürlich als teuer. Dies ist allerdings nur bedingt richtig. Hochwertige Ware kostet einfach und als »Normalsterblicher« kehrt man halt nur alle Jubeljahre im Käfer ein, wenn es eben etwas Besonderes sein darf. Für ein 3-Gänge-Menü sollte man für zwei Personen in etwa 200 bis 250 Euro kalkulieren.

Eine Beispielrechnung von Frau Fröhlich und mir könnte wie folgt aussehen:
Aperitif: Rosé Roederer Vintage-Champagner (16,50 Euro) und hausgemachter Früchteeistee (6,50 Euro).
Vorspeise: Gebeizter Seesaibling mit Rahmgurken, Tomaten und Yuzumousse (21 Euro) und einen halben Hummer Thermidor mit Kopfsalatherzen im Joghurtdressing und Kräuterbutterbaguette (29 Euro).
Hauptspeise: Gratinierte Fjordforelle mit Kohlrabicreme, mediterranen Gemüseröllchen und Kartoffel-Mangold-Maultaschen (29 Euro) sowie Ribeye-Steak mit einem kleinen Romanasalat mit Kresse und Speck und leicht geräuchertem Süßkartoffelpüree (46 Euro).
Dessert: Ein Rhabarber-Eisparfait mit Vanillemousse, Macaron mit eingelegtem Rhabarber oder Joghurtmousse mit Walderdbeer-Sorbet, frischen Erdbeeren und Maracuja-Sponge kosten jeweils 15 Euro.

In Summe ergibt dies 178 Euro. Wir hätten bestimmt ein bis zwei Flaschen Wasser (San Pellegrino, 1,5l, 18 Euro), zwei Gläser Wein (0,2l, ca. 9,60 bis 14,40 Euro) und eventuell einen Saft (ab 3,90 Euro). Zum Abschluss würde es für mich einen Espresso (3,80 Euro) geben und natürlich etwas zur Verdauung. Ramazzotti (2cl) wird ab 3,50 Euro ausgeschenkt, ein Grappa liegt zwischen 5,50 und 12,50 Euro und die Obstbrände zwischen 6,50 und 19,00 Euro (Marille Rochelt aus Tirol). Oder wenn es ein schöner Süßwein sein darf: Beerenauslese Cuvée (0,05l) für 8 Euro. Sollte ich einmal im Lotto gewinnen bestelle ich mir einen Château D ́Yquem. Dieses Tröpfchen steht mit 535 Euro in der Karte. Nach oben hin gibt es im Käfer keine Grenzen. Die aktuelle teuerste Flasche im Weinkeller ist ein Château Petrus für über 3.000 Euro.

In meinem Beispiel hätte mich der Abend wahrscheinlich rund 225 Euro gekostet. Zum Vergleich, unseren letzten Hochzeitstag verbrachten wir im Mangostin und da war für eine in der Menge vergleichbare Rechnung 165,40 Euro fällig.

Lauschige Stuben in der Käfer-Schänke

Was es nur im Käfer gibt, sind die zwölf unterschiedlichen Stuben. Diese sind mit viel Liebe zum Detail eingerichtet und sind perfekt für private oder geschäftliche Veranstaltungen. Die Tabak-Stube ist mit bis drei Plätzen am kleinsten, in der Bayern-Stube lassen sich bis zu 36 Gäste bewirten. Und das Beste, die Stuben kosten keinen Aufpreis, sondern sind sofern frei in der Reservierung enthalten. Ab acht Personen empfiehlt sich eine vorige, einheitliche Menüwahl. »Wenn die Stube frei ist, kann man dann dort à la carte essen oder auch mit der Bankettabteilung alles individuell gestalten«, erklärt Unternehmenssprecherin Michaela Kern. »Unser Service reicht vom Menü über die Deko, den Einladungen, und Gastgeschenken, bis hin zur Musik, Technik und Fotografen. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt.«

2353-Feinkost-Kaefer-BloggerdayDie Auslastung der Käfer Schänke liegt in etwa bei 80 Prozent. In der Regel sind auch kurzfristige Buchungen möglich. Nur nicht an Sonn- und Feiertagen, denn da hat der Käfer, bis auf wenige Ausnahmen, geschlossen.

Feinkost Käfer: global und doch regional

… Nach einem Lavendel-Gin – natürlich mit dem guten The Duke Munich Dry und Cucumis Lavendellimonade – führt uns das Team von Michael Käfer durch das Stammhaus. Köstlichkeiten ohne Ende. Im Weinkeller sehen wir unter anderem die aktuell teuerste Flasche Wein, ein Château Petrus für über 3.000 EuroAktuell erfindet sich der Käfer neu. Während früher ausgewählte Früchte von irgendwo her aus der Welt importiert wurden, gibt es heute beispielsweise eine Mango an jeder Obst- und Gemüsetheke. »Es ist eine Herausforderung, sich als Unternehmen immer weiterzuentwickeln«, erklärt Inhaber und Geschäftsführer Michael Käfer. Eins bleibt jedoch gleich, der Hang allerbeste Produkte anzubieten. Im Rahmen einer Blogger-Veranstaltung wurde mir das glaubhaft versichert. Das beginnt beispielsweise bereits beim Kräutergarten im Hinterhof der Prinzregentenstraße. Unter dem Motto Urban-Gardening ziehen sich die Köche dort unter anderem ihre eigenen Kräuter, Gewürze, Beeren und essbare Blüten.

Einen hohen Stellenwert haben auch auf regionale Produkte. »Wenn wir etwas nicht alleine können, holen wir uns den Besten dazu«, sagt Mario Stock, Leitung Feinkostladen. So bezieht Käfer seine Macarons beispielsweise von Principessa und das Baklava von einem türkischen Laden am Münchener Hauptbahnhof.

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Käfer Blogger-Event: Rundgang durch das Stammhaus und die Schänke

Der Blogger-Event startet mit einem tollen Aperitif auf der Kräutergarten-Terrasse. Der Kraut Fun Ding besteht aus dem guten The Duke Gin mit Cucumis Lavendel-Limonade. Dekorativ mit Limette und Kräutern angerichtet. Gut, damit hatte der Barkeeper meine Gunst bereits gewonnen.

4460-Feinkost-Kaefer-BloggerdayNachdem Empfang mit Michael Käfer führt uns Mario Stock durch das Stammhaus und bringt uns die Philosophie des Unternehmens näher. Im Prinzip möchte man überall stehen bleiben und etwas probieren. Aber die unglaublich appetitlich aussehenden Kuchen und Pralinen kommen unbeschadet davon. Leider… 😉

2308-Feinkost-Kaefer-BloggerdayVom Stammhaus geht es in die Käfer Schenke und die besagten Stuben. Dort wartet die Küchen-Crew mit einer kleinen Stärkung auf uns.

Neben dem Probieren und Fotografieren sollen wir auch selbst tätig werden. Aufgeteilt in zwei Gruppen kümmern wir uns um die Vor- und Nachspeise für das noch folgende Dinner. Ich schließe mich Team Dessert an und helfe, unter der Anleitung von Patisserie-Leiter Alex Bechtold, eine Millefeuille mit Schokoladen- und Vanillecreme mit frischen Himbeeren zu kreieren.

Millefeuille mit Schokoladen- und Vanillecreme mit frischen Himbeeren

Einen kurzen Einblick in den Käfer Blogger-Event geben zwei schöne Videos:
LuxSpots | Blogger Event bei Feinkost Käfer in München

Feinkost Käfer: #meinkäfermoment

Käfer Blogger-Event: 3-Gänge-Menü

Vorspeise: Tatar vom Saibling mit bayerischem Saibling. Als Hauptgericht wird ein Angus-Filet, geschmorte Rippe und pulled Beef gereicht. Dessert: MillefeuilleWir beschließen den Abend mit einem 3-Gänge-Menü auf der Terrasse. Auch wartet eine kleine Überraschung auf uns: eine individuelle und zuckersüße Platzkarte von Keksliebe. Vielen Dank dafür. Als Vorspeise gibt es ein, von den Kollegen zubereitetes, Tartar vom Saibling sowie Sashimi von der bayerischen Garnele. Als Hauptgericht wird ein Angus-Filet, geschmorte Rippe und pulled Beef mit Gemüse und Kartoffeln gereicht. Unsere Millefeuille wird mit einer Kugel Cheesecake-Eis von Bartu serviert. Dazu gab es ein Espresso Stout, bestehend aus Kaffee und Vanilleeis, das mit Hitachino Nest, einem japanischen Bier aufgegossen wurde. Eine sehr ungewöhnliche Kombination, aber gut.

Sehr gut war auch die Weinempfehlungen des Abends: ein Grauburgunder sowie ein Merlot, im Sommer leicht gekühlt serviert, von Emil Bauer & Söhne aus der Pfalz.

Für mich war es der erste Blogger-Event dieser Art. Die Messlatte liegt nun schon sehr hoch gelegt. Vielen Dank an das Käfer-Team und Mucbook für die perfekte Organisation.

Käfer-Schänke
Prinzregentenstraße 73, 81675 München
Tel. +49 89/41 68-247
kaeferschaenke@feinkost-kaefer.de
Öffnungszeiten: Mo. – Sa. 11:30 bis 23:00 Uhr (durchgehend warme Küche)
Sonn- und Feiertage geschlossen, auf Anfrage für Veranstaltungen geöffnet

2 Kommentare

  1. Petra Adamik sagt

    Ich kenne das Käfer-Restaurant von zahlreichen Geschäftsessen und war immer zufrieden. Kann daher die Eindrücke von Karl nur bestätigen. Die diversen Stuben sind schon etwas Besonderes. Das Feinkost-Geschäft hat ein großartiges Angebot, ist für mich leider etwas ungünstig gelegen – von Schwabing ist der Weg einfach zu weit.

    Dafür gehe ich sehr häufig in das Käfer-Outlet an der Münchner Freiheit. Das Angebot ist überschaubarer, als im Haupthaus, aber ebenso von erstklassiger Qualität. Super finde ich das Käseangebot – wöchentlich gibt es zudem mehrere unterschiedliche französische Käse zum Superpreis von 2,50 Euro das Stück. Dazu eines der tollen Brote aus dem Angebot und den passenden Wein – schon hat man für kleines Geld eine erstklassige Käseplatte. Großartig ist auch das Angebot an Wurst und Schinken – hochwertige Produkte, oft von kleinen Produzenten und nur geringfügig teurer als die Massenware aus dem Supermarkt. Mittwochs und am WoEnde gibt’s auch frischen, ganz hervorragenden Fisch. Schnäppchenjäger kommen zusätzlich auf ihre Kosten, wenn Produkte vor dem Ablaufdaum stehen – dann wird hier richtig der Rotstift angesetzt. Alle Produkte sind von hoher Qualität – und das Personal ist gut geschult, sehr freundlich und hilfsbereit. Kann den Einkauf in diesem Käfer-Ableger nur wärmstens empfehlen.

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